Treffpunkt Demenz
1.Treffpunkt Demenz
Betroffene, Angehörige und Interessierte haben sich am 29. Juli im MehrGenerationenTreffpunkt in Lechhausen zum ersten Treffpunkt Demenz zusammengefunden.
Erfreulich aus Sicht der Initiatoren (die Alzheimer Gesellschaft Augsburg und der ambulanten Sozialarbeit Gerontopsychiatrie der Sozialstation Lechhausen) war die Tatsache, dass 2/3 der
21 Teilnehmer Betroffene und betroffene Angehörige waren. Es entwickelte sich unter der Moderation von Frau Landherr, Herrn Derkac und Herrn Dr. Schneider ein erfreulich offenes und konstruktives Gespräch. Im Mittelpunkt standen Fragen von betroffenen Angehörigen zu den unterschiedlichsten Problemstellungen. Nur beispielhaft seien genannt: Wie bringe ich einen offensichtlich Betroffenen zur Diagnosestellung zum Arzt, wie kann ich einen Erkrankten für ein Therapieangebot begeistern, wie verhindere ich, dass sich ein dementer Patient noch ans Steuer setzt, was ist zu tun, wenn sich der MDK angesagt hat und welche Lösung gibt es für das sehr belastende Inkontinenzproblem im Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung.
Alle Fragestellungen wurden sehr offen in der Runde diskutiert. Hilfreich waren die Erfahrungsberichte von betroffenen Angehörigen, die für viele persönlich erlebte, vergleichbare Situationen Lösungsmöglichkeiten gefunden hatten. Diese Lösungen, die von den Experten in eigener Sache zur Nachahmung empfohlen wurden, sind gerne als Anregung angenommen worden. Auch anwesende Vertreter von Hilfeeinrichtungen für Demenzkranke konnten zum ein oder anderen Punkt noch wichtige, ergänzende Informationen beitragen.
Am Ende war man sich einig, den gelungenen Start in derselben Weise weiterzuführen. Die Veranstalter freuen sich über die gute Resonanz, über bereits eingegangene Anregungen zur weiteren Durchführung und schon heute auf den
2.Treffpunkt Demenz am 14. Oktober 2010 im MehrGenerationenTreffpunkt in Lechhausen.
Vortrag "Herausforderndes Verhalten von Demenzpatienten"
19. Juli
"Herausforderndes Verhalten von Demenzpatienten - was jeder in der Familie wissen sollte!"
Referentin: Frau Dr. Anne Hiedl
Etwa 1,2 Millionen Menschen leiden derzeit in der BRD an einer demenziellen Erkrankung, diese Zahl wird bis zum Jahr 2050 auf etwa 2 Millionen ansteigen. Neben den Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit finden in den letzten Jahren krankheitsbedingte herausfordernde Verhaltensweisen zunehmend Beachtung. Man versteht darunter Krankheitssymptome wie z. B. Angst, Unruhe, Weglauftendenzen, Verkennung von Personen und Situationen und aggressives Verhalten. Diese Auffälligkeiten stellen eine hohe Belastung für Angehörige, aber auch professionell betreuende Personen, dar.
Zu dem Vortrag, der im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungsreihe der Alzheimer Gesellschaft Augsburg am 19.7.2010 gehalten wurde, trafen sich ca. 60 Personen in den Räumen von PIKASSO. Er richtete sich an Angehörige von Menschen mit Demenz mit dem Ziel, die genannten Symptome zu erläutern und praktische Empfehlungen zu geben, so dass ein adäquater Umgang mit den belastenden Verhaltensweisen gelingen kann.